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Mittwoch, 19. August 2015

I WAS HERE - Kreativ Bloggen ist ein bisschen wie StreeArt-Malen ... = FARBEN DES WIDERSTANDS | Colours of Resilience


Beyoncé: I Was Here | Songtext 
Übersetzung

Ich möchte Fußspuren im Sand der Zeit hinterlassen
Wissend dass es etwas gibt und etwas dass ich zurück gelassen habe
Wenn ich diese Welt verlasse, möchte ich keine Reue hinterlassen
Einfach nur etwas zum Erinnern, damit man nicht vergisst

Chorus:

Ich war hier...
Ich habe gelebt, ich habe geliebt
Ich war hier
Ich tat, Ich habe getan, alles was ich wollte
Und es war mehr als ich dachte
Ich werde meine Zeichen setzen damit jeder weiß..
Ich war hier...

Ich möchte sagen, dass ich jeden Tag gelebt habe, bis ich starb
Ich weiß dass ich etwas hatte, ein anderes Leben
Die Herzen die ich berührt habe, werden der Beweis sein wenn ich verlasse
Das ich einen Unterschied gemacht habe, und diese Welt wird sehen

Chorus:

Ich war hier...
Ich habe gelebt, ich habe geliebt
Ich war hier
Ich tat, Ich habe getan, alles was ich wollte
Und es war mehr als ich dachte
Ich werde meine Zeichen setzen damit jeder weiß..
Ich war hier...

Ich war hier...

Ich habe gelebt, ich habe geliebt
Ich war hier
Ich tat, Ich habe getan, alles was ich wollte
Und es war mehr als ich dachte
Ich werde meine Zeichen setzen damit jeder weiß..
Ich war hier...

Ich möchte nur dass man weiß
Dass ich alles gegeben habe, dass ich das Beste gab
Das ich Menschen Zufriedenheit schenken konnte
Einfach diese Welt ein bisschen besser gemacht habe weil..

Ich hier war..

Ich war hier...
Ich habe gelebt, ich habe geliebt
Ich war hier
Ich tat, Ich habe getan, alles was ich wollte
Und es war mehr als ich dachte
Ich werde meine Zeichen setzen damit jeder weiß..
Ich war hier...


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Colours of Resilience“|„Farben des Widerstands“
Kreativ Bloggen ist ein bisschen wie StreeArt-Malen ... | S!NEDi|graphic




Dieser Blog besteht ja nun seit fast 6 Jahren - und erst neulich habe ich die "erste Staffel" von fast 3.000 Posts aus den Jahren 2009 - 2015 einfach so perdu vernichtet, gelöscht - weil mir dieses gewichtige Paket auf meinem Rücken allmählich zu schwerlastig geworden war. Auch machte diese kreative aber nostalgische Historie ja nur noch wenig Sinn und hatte mit dem Blog-Titel "nunc|hic" - jetzt|hier - fast nichts mehr gemein: aus dem Augenblick heraus, aus denen sie im Laufe der Zeit jeweils spontan entstanden sind: aus einer momentanen Betroffenheit, Rührung, Wut, Euphorie, Trauer oder Nostalgie heraus - doch Tempus fugit | Zeit vergeht - kurz & gut: sie hatten an Aktualität erheblich eingebüßt ...

Mit ins Netz-Nirwana sind dabei natürlich viele selbstgeclickte und gebastelte Illustrationen aufgestiegen, die sich aber nun doch noch zum Teil virtuell z.B. in Picasa- oder Kizoa-Archiven abgelegt haben, um an und für sich zu überleben - und so einen eigenständigen Lebenswillen zeigen ...

Insofern ist kreatives Bloggen für mich auch immer so etwas wie das momentane irgendwie befristete eingegrenzte Besetzen eines Raumes, hier eines virtuellen Raumes, den mir das Internet bietet und den ich dort vorfinde - und ich kann dann meine Signatur "S!NEDi", mein "Tag", meine "Marke" setzen - natürlich mit ein paar textlichen und bildlichen Anmerkungen versehen - um der Umwelt mitzuteilen: heh Leute - jetzt - auch nach dem Abschied vom Arbeitsleben - im sogenannten "Ruhestand" - komme ich doch noch irgendwie vor - wenn auch größtenteils noch im virtuellen Raum - ich gehe nicht so rasch auf Nimmerwiedersehen unter: "I was here - ja - ich habe eine Stimme" - wie die Hera (Jasmin Siddiqui) vom StreetArt-Künstlerduo HERAKUT das in dem "eins-plus"-Video zum Ausdruck bringt - und ich füge hinzu: "I am here ..."

Exarchia - Studentenviertel in Athen | Griechenland | €uropa: „Colours of Resilience“|„Farben des Widerstands“  Foto: hamburgosteuropa.wordpress.com

Und das möchte ich möglichst ganz spontan, aus dem Augenblick - aus dem "Jetzt & Hier" heraus tun ... - ohne dabei etwa eine durchtragende "Grundphilosophie" verraten zu wollen: mein Herz schlägt zumindest auch ideell und "politisch" zumeist in der "linken" Hemisphäre - wie übrigens ja physiologisch bei fast allen Menschen ...

Und die Anzahl der Clicks für meine Posts in den Blogs sind mir zwar nicht gänzlich egal (da kokettiere ich schon ein wenig mit den ganz menschlichen Bedürfnissen wie "Anerkennung" und "Akzeptanz") - aber sie sind auch nicht ganz so wichtig: Mit ein paar Themen habe ich an einem Tag sogar schon bis zu 600 Clicks erreicht - und ein meiner Meinung nach viel interessanterer Beitrag wurde vielleicht nur von 6 Menschen im Web 2.0 bzw. im Social-Media betrachtet - aber beide Ergebnisse sagen nichts darüber aus, ob das, was ich da präsentiere, auch in "Real Life" eine tatsächliche Resonanz beim Betrachten oder Lesen ausgelöst hat...

Satirisches Paradoxon auf einer Graffiti-Wand in
Meerane - Krs. Zwickau
Wie gesagt - das alles sind ähnlich didaktische Überlegungen und umgrenzte Performance-Bedingungen, wie sie auch bei den graffiti-sprayenden Street-Art-Akteuren auszumachen sind: Auch ich "spraye" mit meinem Bildbearbeitungs-Programm Corel PaintShop Pro X8 auf meistens von mir "blitzschnell geknipsten" Photos als Ausgangsmaterial herum (ja - "knipsen" nennt das ganz understating und bewusst naiv altmodisch ein von mir hoch verehrter Photo-Guru, nämlich der ebenfalls in Ostwestfalen geborene Jörg Sasse) oder ich setze meine Knipsereien einer Vielzahl von Bearbeitungsfiltern aus - ich probiere etwas und bin meistens selbst verwundert und überrascht über die eher zufälligen Ergebnisse - und manchmal generiert sich dann daraus bei zu viel des Guten an Filtern eine "Verschlimmbesserung" - im Nachhinein betrachtet - oder aber ich finde etwas zufällig Interessantes im Internet, was ich dann versuche, in "meine Handschrift" umzuwandeln - "etwas in Besitz zu nehmen", es mir zur Bearbeitung anzueignen/auszuleihen - um es dann verändert erneut ins Netz loszulassen - wie einen gasbefüllten Luftballon ...

S!NEDi: Blog-Graffitis
Manchmal ist zuerst das Bild - und dann entsteht ein "passender" vielleicht sogar lyrischer Text dazu - manchmal ist zuerst eine Nachricht da, zu dem ich dann ein passendes Bild versuche hinzu zu kreieren - und am PC geht das ohne jede Stinkefarbe und folglich ohne Mundschutz und Terpentin und Verdünner - und mein "Atelier" ist lediglich mein Laptop-PC ... - mit ein paar Doppel-Tassen Espresso, dazu Süßstoff, Mineralwasser und Notizzettel ...

Einige Arbeiten wachsen - wie sogar auch dieser Post "here" - auch noch nach der ersten meist zu voreiligen Veröffentlichung: neue Aspekte und Impulse stoßen hinzu - denn meistens "suche ich nicht - ich finde" die Ergänzungen dazu ... - oder ich verwerfe gerade eingestellte Ergebnisse, weil sie mir nach "einer Nacht drüber schlafen" nicht mehr behagen ...

Ja - und meine vielleicht irgendwie frömmelnd und spirituell daherkommenden Themen (z.B. mein sporadischer "- impuls für die woche"...) sind mir deshalb so wichtig, weil ich zumindest mein 50-jähriges Arbeitsleben lang fast nahtlos bei "Kirchens" und der Diakonie tätig war, zumeist in der Betreuung von Menschen mit oft mehrfachen Behinderungen - und somit einen entscheidenden Teil auch meiner geistlichen Identität bewahren möchte, indem ich die Existenz Gottes in einer dieser Zeit angemessenen eigentlich selbstverständlichen Alltäglichkeit multikonfessionell zur Sprache bringen möchte ...

Zu all dem muss natürlich mein PC gut "auf Draht" sein - und dazu muss ich im Internet surfen können - SPIEGEL-Online, der Freitag, die ZEIT, YouTube, TAZ, SZ, die Bibel in gerechter Sprache und ein paar Kunst-Kanäle usw. bilden dann oft die Ausgangspunkte für eine manchmal stundenlange Recherche, mit der ich mich nach eigener Einschätzung auch vielleicht sogar "geistig fit" halten kann ... - und natürlich kommt meine gute alte geliebte Lumix FZ 50-Kamera hinzu, die auch noch in fast stockfinsterer Nacht ohne Blitz brauchbare reproduzier- und bearbeitbare Fotos liefert (wenn man das "Rauschen" dann nachträglich etwas beseitigen kann), und wenn auch inzwischen hinten die Monitorgröße nicht mit der Entwicklung neuerer Kamera-Varianten Schritt hält ...- wobei insgesamt sowieso für meinen Blog gilt: ein Bild sagt oft mehr als 1.000 Worte...

Und weil das alles so ist, stelle ich hier ein eins|plus-Video ein, dass ich zufällig auf YouTube fand - und das vieles von meinen alltäglichen Überlegungen bei meinem kreativen Schaffen beinhaltet und anspricht ... - falls das hier irgendwen interessiert - aber oft genug "guckt ja wieder kein Schwein" ... S!