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Sonntag, 27. Dezember 2015

tatort-chedankenblitze: wer bin ich ? u.a.m. ...



Wer bin ich? Was bin ich? Wo bin ich?da zeigt uns heute abend der tatort mit dem doppelten tukur wie das ist, wenn man mal so echt aus sich herausgeht ... - und wenn sich das fernsehen selbst auf die schippe nimmt und sich selbst spiegelt - intelligent gemacht - so direkt aus der metaebene - wenn du verstehst - aber bestimmt für die meisten anderen außer mir und dir natürlich eine echte überforderung (siehe bild-schlagzeile unten: bild-leser waren schon immer etwas döfer als andere ...) - denn wo fängt das an und wo hört das auf ... ich weiß noch, dass mal bei einem realistisch gemachten hörspiel vor jahren alle dachten, das ruhrgebiet mit seinen asthmakranken müsse tatsächlich wegen feinstaub evakuiert werden - und dann am nine-eleven-day wusste ich wirklich nicht, ob das ganze nicht eine gechickte tv-montage sei mit den türmen da in newyork - äääh - wie hießen die gleich - richtig: twin-towers am ground zero ...

die tukur-tatort-story ist mit seinen ebenen-verschiebungen ziemlich anspruchsvoll komponiert aber in "bild" bildschnell erzählt:
Die Story: Ulrich Tukur spielte den Schauspieler Ulrich Tukur, der wiederum den „Tatort“-Kommissar „Felix Murot“ mimte, dann aber als echter Ulrich Tukur beim „Tatort“-Dreh von der richtigen Polizei des Mordes verdächtigt wird. Und zum Schluss sitzt auch noch Ulrich Tukur seinem „Tatort“-Kommissar „Murot“ gegenüber. Ähh – noch Fragen? Ja – viel zu viele!

bild-schlagzeile zum tukur-tukur-tatort:




und dann steht da in einem anderen kommentar bei spiegel-online, es käme auch auf mich an, wie düster oder hell 2016 würde - oder - je nach eigenem sosein und eigener erwartungshaltung - wie positiv sich das neue jahr gestalten könne - d.h. ja: wir packen jetzt unser leben selbstbewusst selbst an: wir schreiben unseren eigenen tatort, in dem wir dann auch selbst mitspielen und gleichzeitig zuschauen - und wir sagen einfach: wir gehen 2016 wählen, wir wählen nur eine etablierte partei, die für bayern münchen und borussia dortmund gewissermaßen gleichermaßen ist - die gegen vw-auspuffgase ist. denn dann gehen die von selbst runter - und "wir" können wieder exportieren - und es kommt in den usa zu gar keiner milliardenklage gegen vw, weil die auch plötzlich die ganze sache auf niedrigem niveau kochen und dann einfrieren wollen ... und da rasen in 12 tagen 1 milliarde menschen in den neuen star-wars-film - oder waren das etwa 12 milliarden an einem tag - ähhh - ist ja auch egal - es waren viele - sehr viele ... - und dazu haben wir geld ...
und desto öfter der spiegel schreibt, dass 9 % die afd wählen würden, wenn am sonntag ... - da kann ich nur sagen: alles lüge - lügenpresse: es wären wahrscheinlich 38,6 % (ich schreib das deshalb, damit sich dann die meisten afd-wähler tatsächlich denken - das ist für sie sowieso schon gelaufen - und dann einfach nicht zur wahl gehen - und dann die afd nur 2,8 % bekommt - also alles einfach umgekehrt sehen - positiv denken - aber negativ formulieren - oder umgekehrt - oder ehrlich so denken wie man spricht - oder so sprechen wie man denkt - wie einem der schnabel schnäbelt - wie auch immer ...


beim voodoo z.b. - hab ich mal gelesen - und auch bei diesem südamerikanischen pilzdrogenkauer carlos castaneda - da kann man kleine puppen aus südamerika - aus abfallprodukten gefertigt - mit kleinen stecknadeln anstechen und traktieren - und diese puppe dann einem ganz bösen persönlichen feind - wenn man denn einen hat - widmen - und vielleicht mit einem ritual quasi weihen, zusprechen ... - und dann spürt dieser echte feindliche mensch ebenfalls diese meine ablehnung und todesverachtung ganz ganz stark ... - ja ... der hat dann quasi auch nen stich ...

und ich weiß auch noch - als ich mal von einer freundin, die mir den stuhl vor die nase gesetzt hat - oder wie das dann heißt - also die schluss gemacht hat mit mir, wie ich deren namen auf einen zettel geschrieben habe - verschlüsselt natürlich - muss ja nicht jeder lesen - und dann wissen wer gemeint ist, der den findet - auf alle fälle habe ich den zettel zusammengeknüllt und weit aus dem bürofenster geworfen ... - als rituelle absch(l)usshandlung: das hat mich ungemein erleichtert - und die ex-freundin sicherlich schwer beschwert: da wusste sie, was sie da angerichtet hatte ... - ja ...


ein loch ist im eimer ...









und da geben sich laut spiegel islamphobie und anti-amerikanismus gleichermaßen ein stelldichein auf pegida-demonstrationen sowieso - und wenn man gegen guantanamo ist auch - füge ich mal hinzu -: verschwörungstheorien dringen bis in die politische mitte vor, und mancher deutsche hegt eine sehnsucht nach dem starken max vom schlage putin - oder erdogan - oder orbán oder assad oder netanjahu - oder so - bloß nicht solche lahme ente wie den obama - aber das darf ich ja nicht einmal denken, weil der ja schwarz ist ... - also mein quotenpräsidialer ...

und ich weiß auch - dass ich keine angst haben darf: augen zu und durch - mutig schreiten wir voran - und im wald kann man nachts auf vereisten wegen pfeifen bis einem der speichel im munde gefriert ...

und ein besserer republikaner ist allemal mehrwert in diesen tagen als die rückbesinnung auf jesus, meint der spiegel-autor sebastian fischer in dem schon zitierten kommentar - und ich weiß nicht, ob er da eine satire geschrieben hat - oder das alles ernst meint - aber in diesen tagen weiß man das ja auch nicht immer ...: ein heißer winter mit 10 ° + - da rieselt kein schnee aber da kocht das blut - und nichts friert zu - und die flüchtlinge sparen heizkosten in den deutschen wohn- und schlafturnhallen, die wir ihnen so selbstlos unter dem verzicht eigener dehnübungen und leibesertüchtigungen anbieten - und einem echt gutgemeinten arbeitsverbot und gammelgebot mit residenzpflicht in der turnhalle bis der asylantrag in 6-9 monaten evtl. entschieden ist: wir schaffen das - wir schaffen was - wie schaffen wir was - was schaffen wir wieder ab ... Wer bin ich? Was bin ich? Wo bin ich? 

"gibt es nicht irgendeinen schönen nazi-film? du, der tukur darf einen nazi nach dem anderen spielen, und dem werden die preise hinterhergeschmissen. was ist denn mit der riefenstahl-rolle? ja, da bin ich doch nicht zu alt dafür, die ist über 100 geworden!"

mensch - sinedi - geh in deine olle rolle zurück - hör mit dieser "fantastisch gemachten metaebene" jetzt mal auf - kneif dich mal - ob du noch da bist: das ist hier nur ein traum - wie beim tukur - wenn du jetzt mal verstehst was dein spiegelbild meint - das ist nicht dein blog - nicht dein post - das hat dein spiegelbild hier alles getippt - schlafturnhallen - also wer auf solch einen quatsch im traum kommt ... - arbeitsverbot - gibt es doch alles gar nicht - residenzpflicht ... - das ist ja wie in einem modernen horrorfilm - du musst dich einfach mal wieder kalibrieren: die brd ist ein freies republikanisches land mit einer freiheitlich-demokratischen grundordnung mitten im christlichen abendland - und da fest verwurzelt - da gibt es doch kein "arbeitsverbot" - und "residenzpflicht" - mensch wir haben längst schengen - und unsere bürokratie ist effizient: "can do-nation" - und das weißt du - kneif dich mal - ist alles gar nicht wahr - auch wenn du du nicht selbst bist, hast du immer was zu meckern ... - und das heißt da oben richtig: "... stuhl vor die tür setzen" da in der passage mit der papierknäuel-ex-freundin - ganz ohne metaebene ... also - sieh das einfach alles ganz einfach aus der metaebene - ganz locker - wir haben uns das verdient - wir sind doch eine "can do-nation", wie der guantanamo-ami sagt - "so irre gut, man möchte durchdrehen vor glück!" ... 


aus diesem song bezog der tatort-autor den titel ("wer bin ich?") - und auch der text spricht bände: 




HIER BIN ICH 

SONGTEXT - KID KOPPHAUSEN

Ich habe Geld wie Heu trag ein Hut aus Stroh
Immer da wo ich bin da brennt es lichterloh
Ich lege Wert auf gutes Benehmen
Ich trag ein Messer zwischen meinen schiefen Zähnen

Ich bin overdressed ich bin dehydriert
Ich bin gut vernetzt weiß wie man buchstabiert
Ich bin gut gelaunt und mächtig
Ich bin naiv und niederträchtig

Wer bin ich (4x)

Ich kann aufrecht stehen
Ich kann vorwärts gehen
Ich hab das Licht gesehen
Wer bin ich

Ich kann ein Herz erweichen
Meine Sünden beichten
Deine Wände anstreichen
Mich von hinten anschleichen
Ich verstehe kein Wort
Ich deute die Zeichen
Wer bin ich

Ich bin Dein Bruder Deine Schwester und ich komm aus gutem Haus
Ich versteck mich in der Menge und verkaufe meine Haut
Ich bin verwundet und verdächtig ich bin verliebt und unersetzlich
Ich verlang mehr als sie geben
und ich hab mehr als ich brauch
Ich führe ein unbestimmtes Leben und weiß mehr als Du glaubst
Ich sag die Wahrheit und verletzt Dich ich lüg Dich an und unterschätz Dich

Wer bin ich (4x)

Ich kann aufrecht stehen
Ich kann vorwärts gehen
Ich hab das Licht gesehen
Wer bin ich

Ich kann Türen eintreten
Feuer legen
Alles auf mich nehmen
Die Litanei herbeten
Deinen Dreck wegfegen
Und in Rätseln reden
Wer bin ich

Ich hab zwei Arme
Ich hab zwei Beine
Ich bin viele
Ich bin alleine
Ich bin Frei
Und lieg in Fesseln
Ich darf das Codewort nicht vergessen

Ich hab ein Kopf
Und zwei Augen
Ich kann sehen, sprechen, denken und glauben
Ich hab einen Namen und ein Gesicht
Ich sag hallo hurra hier bin ich

Ich kann aufrecht stehen
Ich kann vorwärts gehen
Ich hab das Licht gesehen
Wer bin ich (2x)

Oh ich mache Probleme
Ich brauche Licht ich brauch Liebe
Ich erschaffe Systeme und streu Sand ins Getriebe
Ich suche nach Antworten auf Fragen wie diese
Wer bin ich (4x)

(Dank an Dennis K. für den Text)


Tukur: “Sag mal, was soll das Ganze hier?”
Murot: “Was meinst du?”
Tukur: “Ich meine, du bist doch ich.”
Murot: “Na, du machst mir Spaß. Ich bin du? Uli, ihr Schauspieler geht mir sowas von auf die Nerven mit eurem Gequatsche. Die Rolle hat ein Eigenleben, der Murot ist ein eigenständiger Charakter. Man muss sich ihm annähern, ihn verstehen, blablabla. Das sagt ihr doch immer, nicht?”
Tukur: “Naja, das ist doch nur so eine Redensart.”
Murot: “Ah ja? Na siehst du, jetzt hast du den Salat.”
Tukur: “Was meinst du?”
Und dann: Murot berichtet, dass er und nicht Tukur mit dem Toten im Casino und später ihm Unfallwagen saß, sogar selbst fuhr und betrunken von der Straße abkam. Nicht angeschnallt sei Christoph bei dem Unfall gestorben. Er habe ihn ans Steuer gesetzt, das Geld genommen und sei abgehauen.
Murot: “Das war ein Unfall. Dumm gelaufen.”
Tukur: “Dumm gelaufen? Wie redest du denn?!”
Murot: “Ich rede so, wie ich rede – endlich. Ich war immer Teil von dir. Aber jetzt bin ich nur noch ich.”(…)
Tukur: “Du bist bei der Polizei. Du kannst doch nicht einfach…!”
Murot: “Uli, ich bin gar nichts. Ich bin doch nur eine Idee. Und Murot ist doch nur so ein Name.”
Tukur: “Wie geht’s jetzt weiter?”
Murot: “Ich haue jetzt ab.”
Tukur: “Du haust ab.”
Murot: “Ich habe keine Vergangenheit, mein Lieber. (…) Weißt du, Uli, du musst mich verstehen. Ich existiere doch nur für den Augenblick, wenn die Kamera läuft. Davor und danach nichts. Luft. Ich möchte auch mal leben. Ich möchte auch mal real sein, genauso wie du. Ich möchte einen Spaziergang machen im Park. Und frieren, weil ich plötzlich merke, dass ich zu dünn angezogen bin. Oder Pistazieneis mit Schlagsahne im Sommer. Weißt du, Kopfschmerzen kriegen, weil ich zu schnell gegessen habe. Kannst du das verstehen?
Tukur: (leise) Ja.

Mit den Worten “Mach’s gut, Uli. Adieu” verabschiedet Murot sich schließlich und wird – von Martin Wuttke (!) – zum Bahnhof gebracht. Tukur verlässt das LKA, fährt zum Filmset. Es ertönt der Ruf :“Cut”, dann folgt der Abspann. Und es bleibt die Frage, was ist noch Wirklichkeit, was Spiel und pure Fiktion?
wenn sie verstehen was ich meine - 
und chuat choan - wird schon wieder 
S!