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Dienstag, 22. März 2016

21. März: Welt-Down-Syndrom-Tag - Welttag der Poesie - ein Zusammenspiel

21.03. welttag down-syndrom - welttag poesie

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Christiane Grieb nach einem Foto der Bildagentur Schwimmer Image Agency - hofter.de

Am 21.03. - ein Tag nach Frühlingsanfang -
ist der Welt-Down-Syndrom-Tag und
gleichzeitig der Welt-Tag der Poesie ...

Das ist ja mal vielleicht sogar ein weises Aufeinandertreffen von Gedenkkulturtagen - Poesie & Down-Syndrom:
und da dachte ich mir - ich muss beides irgendwie miteinander verbinden können in einem Post - und fand diese lyrisch poetische Autorin Christiane Grieb - einer Frau mit Down-Syndrom:



Christiane Grieb - Bildquelle: twitter.com



„Dass ich mehr Ideen habe und beweglicher. Dass ich Sachen behalten kann. Was ich schon erlebt habe, mit meinen Eltern. Es gibt blaues Wasser und Goldfische. Dass die beweglich sind, die Goldfische. Ich habe noch mehr Gedanken: Dass ich gerne lese, schreibe, lerne, Texte auswendig lerne, wenn ich Theater spiele. So kann ich Sachen mehr behalten, weil ich ja im Kopfe intelligent bin.“
(Christiane Grieb, diktiert)

 Packliste 
„Licht
Jeanshose
Oberteil
Seehund
zwei Bücher
Foto von mein Papa und meine Schwester
Vogel
Kerze und Streichhölzer
Gedichte
Rose für die Liebe im Herzen“
 
Christiane Grieb, diktiert


Christiane Grieb - Foto: ohrenkuss.de
Christiane Grieb ist 1979 geboren.
Sie lebt in einem Wohnprojekt.
Ihr gefällt die Landschaft der Mongolei.
Sie läuft gern Schlittschuh.
Sie kann italienisch kochen.
Sie schreibt für den Ohrenkuss. Und sie schreibt Gedichte.
Sie trinkt gern Bier.
Sie spielt Theater.
Christiane gefallen Männer mit Sonnenbrille.
Ihr gefallen die Raketen an Silvester.
Sie reist gerne in den Schwarzwald.
Die Musik von Elvis findet sie gut.
Freiheit ist für sie, in einem Bauwagen zu wohnen.

Christiane Grieb ist am 28. Dezember 2015 gestorben. 
36 Jahre wurde sie alt.

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Christiane Grieb - Foto: Ohrenkuss


„Ich habe so ein Gefühl. 
Das Paradies ist ein Beweis für eine Himmelswiese. 
Eine Augenweide. 
Deshalb gibt es keine Grenzen. 
Keine Mauer, die einen trennt.“

Diesen hat Christiane Grieb im Jahr 2009 zum Thema Paradies geschrieben

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„Ich liebe das Leben,
wenn Vögel anfangen
zu singen.
Ich liebe die Sonne.
Ich spüre die Wärme auf
mein Gesicht.
Ich liebe die Natur wenn
die Blumen blühen
auf der Wiese
im Zauberwald
dort wo der Tag am
längsten ist.
Ich liebe es im See zu
baden
Im Sommerland.
Ich liebe das Leben.“

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„Schwimmen ist eine leichte Sportart für mich. Ich bewege mich geschmeidig wie eine schöne Frau im Meer so als wäre ich ein Delphin. Deshalb schwimme ich gerne. Wenn ich im Wasser bin, Wünsche ich mir eine MeerJungfrau zu sein, ein mal richtig abtauchen in die Tiefe des Meeres. unten sieht es ganz anders aus überall glitzert liegt Atlantis und da untern schwimme ich als Ariell. und wenn es Sommer ist glitzert das ganze Meer. Alles ist im hellen blau Verwandelt und schlägt leichte Wellen am Strand.“


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 „Meine Wünsche kann man nicht sehn. Sie sind geheim. Die Wünsche sind unsichtbar aber ich kann mir was wünschen, dann ist der Wunsch geheim. Wünschen kann man sich viel: Ein Ding, ein schönes Haus mit Garten, ein Auto Caprio, das hört sich nach Luxus an. Ich denke gerne an Wünsche die ich nicht sehen kann und stelle es mir vor den Wunsch zu erfüllen. In mir wohnt ein Geist ganz unsichtbar. Ich kenne sie, sie heißt Cinderella
sie erfüllt alle geheimen Wünsche.“

Texte und Bildquelle: http://ohrenkuss.de/