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Mittwoch, 23. März 2016

la vie continue ... - cartoons zum anschlag in brüssel




... so geht es dem künstler - wenn seine innere emotionalität angestachelt ist - zum beispiel durch liebe, freude, selbstmitleid oder wut, abscheu und verachtung - dann - just in diesem augenblick - küsst ihn die muse - greift er zum stift oder zum pinsel oder zum graphicprogramm auf seinem pc, und muss diese aufgestaute emotionalität ablassen, ihr ausdruck verleihen ... - das ist wie beim durchfall ... nach der histamingetränkten pizza beim italiener - es drängt unaufhaltsam: manchmal kann der artist nicht mal mehr seine schuhe ausziehen oder den schal abnehmen - dann kommt's - dann schießt's aus ihm heraus - ich weiß wovon ich hier schreibe - in jeder hinsicht ...

und spätestens seit dem todesurteil muslimischer geistlicher gegen den dänischen karikaturisten kurt westergaart wegen angeblicher verunglimpfung allahs in einem cartoon und den terror-anschlägen gegen die satire-zeitschrift charlie hebdo in paris kennen wir diesen auge-um-auge-krieg zwischen den multi-kreativen freigeistern mit der gespitzten feder in der sogenannten "freien welt" - im hier & heute - im jetzt & hier - oft mit einem so zynischen humor ausgestattet, dass einem das lachen im halse stecken bleibt - auf der einen seite - und den dumpf verblendeten perspektivlosen jungen menschen mit dem auftrag aus dem jenseits ins jenseits hinein, die auf dieser wirklichkeit dieser einen welt in ihrem leben keinen fuß fassen können - mit der kalaschnikow um den hals und der sprengstoffweste am leib - die einfach nicht das gen in sich tragen, über sich und ihre götter bei aller ehrfurcht auch lachen zu können ... - und die das wort "achtsamkeit" innerlich nur übersetzen und ausdrücken können mit der ziffer "8 -acht" - wenn sie überhaupt noch soweit kommen, beim zählen, wenn sie den zünder bereits betätigt haben ...

S!


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KUNST

Tintin weint

Karikaturen zeigen den Schock über die Anschläge von Brüssel




Mal makaber, mal melancholisch: Unter #JeSuisBruxelles drücken User in Twitter mit Kunst ihren Schock über die Terrorattacken von Brüssel aus - und wehren sie sich mit dem Stift in der Hand.

Die Bilder aus Paris sind noch nicht verarbeitet, da folgt schon der nächste Anschlag - diesmal auf die europäische Hauptstadt Brüssel. Das Gefühl, mit der Trauerarbeit nicht mehr hinterherzukommen, zeigt sich in vielen der Karikaturen, die derzeit auf Twitter und anderen Socialmedia-Plattformen kursieren.

Ein weinendes Männchen in der französischen Nationalflagge umarmt seinen Leidensgenossen in den Farben Belgiens - so drückte der französische Karikaturist Plantu schon früh sein Mitgefühl für die Nachbarstadt aus.

Jean Plantureux, der sich hinter dem Künstlernamen Plantu versteckt, ist einer der bekanntesten politischen Karikaturisten Frankreichs. Er zeichnet für Le Monde.

Angesichts der aktuellen Ereignisse melden sich aber auch gänzlich unbekannte Künstler mit dem Stift in der Hand - weltweit: Eines der immer wieder verwendeten Motive ist der berühmte Tintin, in Deutschland bekannt als Tim aus "Tim und Struppi", dem belgischen Comic schlechthin. Er weint:



Ebenso wie sein Hund Struppi:





Auch bissig makabre Karikaturen kursieren bereits im Netz - ganz im Stile des schwarzen Humors nach den Attacken auf die Zeichner des Satiremagazins "Charlie Hebdo":



Sich mit dem Stift in der Hand gegen den Terror wehren, das ist auch die Idee der Zeichnungen, die sich eines von Brüssels Wahrzeichen, den "Manneken Pis" (eine pinkelnde Brunnenfigur) zum Helden erkoren haben.



Die Figur pinkelt natürlich - wie könnte es anders sein - auf die Terroristen...


... und ihre Waffen:



Zum Entsetzen und zur Trauer mischt sich schon jetzt - während die Hintergründe der Anschläge noch nicht vollständig geklärt sind - die Wut.



Quelle: Deutsche Welle