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Sonntag, 1. Januar 2017

racial profiling: "nafris" als polizeiinterner sprachgebrauch in den a-sozialen netzwerken ... (update)

"NAFRI"-Kennzeichnung

tja - deutsche sprache - schwere sprache: verbrannte "wörter" gibt es im deutschen behördendeutsch immer wieder - besonders seit der ns-zeit kommt die polizei aus dem getümmel fast nicht mehr heraus: und nun tauchen plötzlich bei twitter polizeiinterne "kürzel" wie "nafris" auf ... - bis dahin eine interne bezeichnung der kölner polizei für „nordafrikanische intensiv-“ oder „straftäter“ - und die werden nun auch noch zum "schutz" der übrigen nicht-"nafri"-bevölkerung prophylaktisch "eingekesselt" (!) - und prompt frag ich mich: sind wir schon wieder so weit ... - sie erinnern sich - früher klangen personenbeschreibungen so oder so ähnlich: "hakennase, schwarze augen, gehetztes jüdisches gehabe" - und nun: dunkel-farbige haut, schwarze haare, schwarze augen - "nafris" eben - und diese bezeichnung ist von dem rassistisch gemeinten "neger" oder auch "jude" jetzt nicht so ganz weit entfernt ... 

jetzt wird wahrscheinlich mit einem "erlass" von ganz oben dieses wort aus dem "twitter"-verkehr verbannt und zuwiderhandlungen mit disziplinarstrafen belegt - aber eben nicht diese vorsotierte profiling-denke: "... die schlechten ins kröpfchen, die guten ins töpfchen ..." - wie sollen junge polizeibeamte das auch anders lernen - vielleicht sollte man aufnäher verwenden, mit denen die oberbekleidung der nordafrikanisch daherkommenden menschen zwingend zumindest in jeder silvesternacht zu kennzeichnen ist - wie damals - statt "gelben stern" vielleicht "liegende mondsichel mit 5 sternen darüber" - vielleicht kann man aber auch "diese art" menschen vor jeder silvesternacht auf lager "konzentrieren" und festsetzen für 24 stunden - bis der letzte böller verhallt ist - und wenn es sein muss, auch darüber hinaus ... 🙈- ähh - noch fragen ???

ich bin auch irritiert darüber, dass nach einem jahr intensivster öffentlichkeitskritischer aufarbeitung der silvester-übergriffe 2015/2016 der polizei keine andere strategie einfiel, wie eben genau die, die sie (leider) routinebewährt - auch in zusammenarbeit mit der bundespolizei - samstag für samstag bei bundesliga-spielen aufführen muss, wenn die "auswärts-gäste" vom bahnhof abgeholt, eingekesselt und zum vergitterten "gästeblock" in die stadien eskortiert werden ... - nun waren es also keine "fcy-, ultra- oder bvx-hooligans", mit ihren jeweiligen fan-attributen leicht auszumachen, sondern eben "nafris", die man per gesichtskontrolle von anderen "friedliebenden und feiernden" bürgern per geschultem blick als "latent aggressiv" aussortieren kann ... und es waren nur ca. 650 menschen (!) - an normalen spieltagen der bundesliga kommen oft bei 6-8 Veranstaltungsorten gleichzeitig jeweils 2.000 - 4.000 mittel€uropäisch wirkende aber oft gewaltbereite mit pyro-technik ausgestattete "auswärtsfans" mit - also - regt euch ab: alles im grünen bereich ... - und: ich weiß jetzt schon, was das (un-)wort des jahres 2017 wird ... - oder "migras" für migranten - oder "flüchtlis" für flüchtlinge ... und "schlitzis" für asiaten bei herrn oettinger ... S!

 ... und hierzu unbedingt auch diesen ZEIT-online-Kommentar lesen ....

... und den Kommentar von Margarete Stokowski in
SPIEGEL-online dazu

Merke: 


Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
Art 3

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.
(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.