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Dienstag, 27. Juni 2017

Tagträumen - besser ist es ...


Träumen für einen besseren Tag

Wer meint, das Träumereien nur in die Nacht gehören, irrt gewaltig.

Tagträume helfen uns bei Problemen und machen das Leben leichter.

Von Lennart Krause


Einfach die Augen schließen und zurücklehnen. Nur einen kurzen Moment der Welt um sich herum entfliehen. Dieser Welt mit dem hektischen Kollegen, der unbedingt Rückmeldung bezüglich seines aktuellen Projekts haben möchte. Dieser Welt mit dem Chef, der dringend und umgehend Ergebnisse sehen will. Dieser Welt, in der das Telefon nicht aufhören mag. Dann wird es dunkel. Die Augen sind zu. Einmal tief atmen. Ein zweites Mal. So langsam wird es im Inneren ruhiger. Eine Welt baut sich auf. Eine Welt, die . . .

"Träum nicht" blökt der hektische Kollege. Seine Worte reißen einen zurück in den Alltag. Ein unschönes Gefühl. Denn der sich im Anfang befindende Tagtraum fühlte sich gut an. Sehr gut sogar. Da stellt sich doch die Frage, warum wir eigentlich nicht träumen sollen. Was spricht gegen Tagträume?

"Gar nichts." Kürzer und knackiger hätte die Antwort von Julia Scharnhorst nicht ausfallen können. Die Diplom-Psychologin berät mit ihrer Firma Health Professional Plus Unternehmen und Betriebe rund um das Thema Gesundheitsmanagement. "Tagträume können sehr positive Auswirkungen haben", sagt Scharnhorst, "solange es gute Tagträume sind." Gemeint ist damit, dass Tagträume nicht das Handeln kontrollieren dürfen. Also dass man etwa bei Besprechungen nicht zuhört, weil man in seiner eigenen Welt lebt. Oder dass man versucht, bei Problemen in seine Gedankenwelt zu flüchten. Solche Verhaltensmuster können auf psychische Probleme hinweisen. "Wer aber bewusst auch mal am Tag träumt, tut sich Gutes", sagt Scharnhorst. Und zwar in ganz unterschiedlichen Bereichen:

TAGTRÄUMEN FÜR DIE KARRIERE 

Die Expertin erklärt, dass man bei der Arbeit etwa viel Kraft aus einem Tagtraum ziehen kann, "wenn man sich auf seine Ziele konzentriert." Wer also Stress im Büro hat, sollte den Kollegen und dessen Traumverbot geflissentlich ignorieren und ganz bewusst mal die Augen schließen. "Träumen Sie zum Beispiel davon, wie sich Ihre Karriere entwickelt", sagt Scharnhorst. Dabei sei es wichtig, nicht allgemein von einer Beförderung zu träumen. "Überlegen Sie sich, wie es sich anfühlt, wenn Sie Ihr Karriereziel erreichen. Was würden Sie in Ihrer neuen Position zum Beispiel für Kleidung tragen." Diese gezielte Träumerei hilft dabei, Blockaden zu lösen und neuen Antrieb für stressige Aufgaben zu finden.

TAGTRÄUMEN FÜR DIE SEELE

Doch nicht nur gegen Stress bei der Arbeit helfen Tagträume. "Sie helfen auch dabei, unzufriedene Momente zu überstehen und zurück in eine positive Grundstimmung zu kommen", sagt Scharnhorst. Auch hier gilt: Zurücklehnen, tief durchatmen und zur Ruhe kommen, um eine starke Vision zu entwickeln. Zum Beispiel tut es den meisten Tagträumern sehr gut, vom nächsten Urlaub zu träumen. Ob nun vom Karibikstrand, dem Ausblick vom Gipfel eines Berges oder dem Moment, wenn man auf dem eigenen Balkon sitzend realisiert, dass man heute nicht ins Büro muss, sondern machen kann, was man will. So entsteht ein gutes und beruhigendes Gefühl, das dabei hilft, Probleme zu lösen und gelassener mit Situationen umzugehen.

TAGTRÄUMEN FÜR DIE KREATIVITÄT 

Wer kreativ arbeitet, kennt diese Momente, in denen einfach nichts mehr gehen will. Auch hier können Tagträume beim Lösen der Blockade helfen. "Um vor sich hin zu träumen, muss man seine Fantasie arbeiten lassen. Und aufhören, über seine Blockade nachzudenken", sagt Scharnhorst. In so einem Fall sei es aber wichtig, sich einem Tagtraum regelrecht hinzugeben, ihn also nicht direkt zu steuern. Darum können kleine Hilfsmittel zum Einsatz kommen, die einen in die richtige Traumstimmung versetzen. "Etwas Monotones sollte es sein", sagt Scharnhorst, "etwas wirklich Monotones." Kritzeln auf einem Stück Papier etwa sei gut. "Es geht darum, dass man etwas tut, was komplett nebenbei abläuft, wofür man also nicht bewusst nachdenkt." Das Eintragen von Zahlen in Excel-Tabellen sei daher etwa ungeeignet. Zwar ist das auch eine monotone Tätigkeit, doch man muss sich trotzdem auf die Zahlen konzentrieren. Richtig abschalten ist so fast unmöglich.

TRÄUMEN SIE LOS

Wenn also das nächste Mal die Kollegen um Sie herum verrückt spielen oder Sie bei der Lösung eines Problems nicht weiter wissen, gönnen Sie sich einen Tagtraum. Viel Zeit müssen Sie dafür gar nicht einplanen. Schon ein oder zwei Minuten Träumerei können einem jede Menge Energie zurückgeben. Das ist deutlich weniger Zeit, als sich etwa ein Raucher für eine Zigarette gönnt. Und wenn Rauchpausen bei Arbeitgebern akzeptiert sind, sollten es Traumpausen erst recht sein.

© NEUE WESTFÄLISCHE - aus: das magazin | Lebenstraum v. 27.Juni 2017 | S.4/5

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das ist ja das spannende daran - wenn man sich beispielsweise mit sigmund freud's "traumtheorie" beschäftigt: die grundlegende idee ist die, dass sich äußere sinneseinflüsse und innere sinnesreize gegenseitig beeinflussen. also eine art "mixtur" vollführen, im miteinander ballett tanzen, sich übertölpeln und sich überschlagen, nach vorn drängen, zurückfallen - je nachdem ... wünsche, die man sich während der tagesarbeit nicht erfüllen konnte, sind daher sehr oft gegenstand der tagträume. all das führt dann zu kreativen anregungen und problemlösungen: "heureka" - ich hab's ... - 

genau so erschien mir eines tages im tagtraum meine "traummühle":

die traummühle: 
die besten einfälle habe ich immer zwischen traum & tag: so kam mir in den sinn, dass eine imaginäre traummühle die träume zusammenstellt und zusammenbröselt: 
  • gefiltert durch einen indianischen traumfänger ergießt sich von oben eine auswahl von Sequenzen - oft auch numinosen Ursprungs - aus unserem bisherigen derzeitigen leben und aus zurückliegenden inkarnationskombinationen - sowie aus dem unerschöpflichen kollektiven unbewussten des menschseins überhaupt ... 
  • all diese Zutaten gelangen dann in die traummühle direkt darunter, die ähnlich einer kaffeemühle funktioniert und alsbald zu rotieren beginnt: die sequenzen werden nochmals zerbröselt - gequetscht, gezogen, verdünnt, verdickt, verfärbt - zum teil bis zur unkenntlichkeit und manchmal auch bis auf pixel- bzw. rastergröße ...:
  • es entsteht das sogenannte gemahlene "traumgut", was nun darunter als Nächstes mit dem berühmten  "nürnberger trichter" dem traumzentrum als Sud-Aufguss und somit dem hirn des probanden - des tagträumers - zugeführt wird ... 
  • und vor dessem geistigen auge entstehen dann diese traumfilme und -szenen aus all den beigaben - je nach dosierung der einzelnen sequenz- und handlungszutaten - erobern sie sich einen platz im focus des inneren sehens und denkens ... - S!