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Donnerstag, 22. Juni 2017

vor 50 jahren: "summer of love" - hippies, gammler, beatniks

während wir uns neulich im rahmen der vielen rückblicke auf die "68-er" über rudi dutschke und seine affinität zu jesus unterhielten - lief vor 50 jahren - also fast gleichzeitig zu den hiesigen politischen unruhen - in den usa - in san francisco - eine vielleicht gänzlich unpolitische "revolution" ab; 

die literatur der "beatniks" und die thesen eines dr. timothy leary und der offene umgang mit lsd und anderen drogen fokussierten eher das bewusstsein, die tiefe veränderung des "brain" - des "selbst" - die überwindung der "eifersucht" - die "freie liebe" - die freie rede - und jeder bastelte sich seine philosophie zurecht - und legte tarot-karten und stellte sich sein horoskop - und betrachtete sein "karma" - und man machte selbsterfahrungs-trips und traf sich zu gruppendynamischen trainings: es ging um das soziale geschehen in gruppen durch selbsterfahrung und gruppenerfahrung zu analysieren und einzuüben...

all diese dinge sind auch ein bestandteil der 68-er - quasi die kehrseite der medaille: es war die überwindung des "führer befiehl - wir folgen dir" - "du bist nichts - und dein volk ist alles", was uns die elterngeneration noch eingebläut hatte -  hin zu einem "ich folge mir" - in aller konsequenz ... in vietnam war noch krieg - fast genauso grausam wie heute in syrien ... - und der "summer of love" wollte auch diesen zustand überwinden: "make love - not war" ...

um auch hier nochmal auf jesus zu kommen: sein liebesgebot war ja ein doppelgebot und lautete: "liebe deinen nächsten - wie dich selbst": selbsterfahrungen waren also durchaus ein vehikel, die persönlichkeit noch liebesfähiger zu machen - um krieg und gewalt zu verhindern ...



hier zwei texte vom deutschlandfunk dazu: 

1. click here
2. click here


und zum anhören der sound des "summer of love":