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Das Wesentliche bleibt für die Augen unsichtbar - etwa die genetische Vielfalt der Menschen | Copyright: Jean-Luc Dubin. Musée de l´Homme

Sonntag, 11. März 2018

flugtaxis? - flugtaxis!

DIGITALISIERUNG



Deutschlands zweite Chance

Dorothee Bär, die erste Staatsministerin für Digitalisierung, erwähnt Flugtaxis und wird prompt ausgebuht. Dabei hat sie recht: Wir müssen große Visionen wagen, wenn unser Land im Wirtschaftssystem der Zukunft eine Rolle spielen soll.

Von Frank Schmiechen (Chefredakteur Gründerszene)

Wir Deutschen sind ein eigensinniges Volk. Wir tragen lieber Jack Wolfskin als Prada, essen Kartoffeln statt Avocado-Schaum, lieben Thomas Müller statt Cristiano Ronaldo. Alles Ausschweifende ist uns verdächtig. Auf diese unglamouröse Bodenständigkeit sind wir stolz. Visionen, ausufernde Fantasie, gut gelaunter Optimismus genießen bei uns einen zweifelhaften Ruf. Das musste auch Dorothee Bär (CSU) erfahren, die am Mittwoch als erste Staatsministerin für Digitales vereidigt werden soll.

Seit sie es in einem ZDF-Interview mit Marietta Slomka wagte, über Flugtaxis und nicht über Glasfaserkabel zu sprechen, wie es die Moderation vehement verlangt hatte, schlagen die Wellen hoch. Bevor hierzulande das Kabel nicht in der Muttererde verscharrt ist, darf offenbar niemand über Zukunftsprojekte sprechen, die über rustikale Aushubarbeiten hinausgehen. Vonseiten der Internetauskenner, vor allem der Männer, wird seitdem Bärs Know-how infrage gestellt, oder man versucht, sie noch vor Amtsantritt in sozialen Netzwerken lächerlich zu machen. Der Rest hält sie wahrscheinlich einfach nur für durchgeknallt. Flugtaxis!

Vielleicht helfen ein paar Fakten, um die Gemüter zu beruhigen. Es gibt in Deutschland mindestens drei Firmen, die sehr konkret an der Flugtaxi-Idee arbeiten. Das Start-up Lilium hat zum Beispiel 90 Millionen Euro eingesammelt, um das weltweit erste elektrisch angetriebene Flugzeug zu bauen, das senkrecht starten und landen kann.

Das Geld stammt unter anderem vom chinesischen Konzern Tencent, Frank Thelen, den man als Internet-Experten aus der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ kennt, und einem von Twitter-Mitgründer Ev Williams gestarteten Fonds. Diese Investoren sind bis jetzt nicht als naive Träumer aufgefallen. Konkurrent Volocopter arbeitet an einem autonomen Zweisitzer mit 18 Rotoren und hat bislang 30 Millionen Euro eingesammelt. Unter anderem von Daimler. Auch Flugzeughersteller Airbus hat bereits erste erfolgreiche Flugversuche mit seinem autonomen Flugtaxi Vahana unternommen.

Aber mit dem Flugtaxi hat Dorothee Bär eigentlich eine ganz andere Herausforderung angesprochen, die es in den kommenden Jahren anzugehen gilt. Wenn Frau Slomka etwas genauer hingehört hätte, hätte sie vielleicht verstanden, dass das grundsätzliche Thema eben nicht das Verbuddeln von Glasfaserkabeln ist, sondern dass es darum geht, Deutschlands führende Rolle in der globalen Wirtschaft zu verteidigen.

Nachdem wir die erste Welle verschlafen haben und den USA und Südkorea kampflos das Feld der Hardware an Apple und Samsung, den Bereich der Software und Suche an Google, des Einkaufens an Amazon und der sozialen Netzwerke an Facebook und Instagram überlassen haben, geht es jetzt darum, klüger zu handeln, bevor die nächste Welle Deutschlands Wirtschaft aus dem Weltmarkt spült.

Im nächsten Schritt geht es vor allem um drei Bereiche: künstliche Intelligenz, Internet der Dinge und eine Technologie, die sich Blockchain nennt. Diese drei Technikfelder werden unsere Gesellschaft und Wirtschaft in ein neues Zeitalter katapultieren. Hier tut sich ein gewaltiges Potenzial für neue Geschäftsfelder, neue Produkte, eine klügere Verwaltung und effektivere Politik auf.

Kein Bereich unseres Lebens wird von diesen Entwicklungen unberührt bleiben. Die Schlacht um die Marktführerschaft in diesen grundlegenden Zukunftstechnologien ist noch längst nicht geschlagen. Berlin spielt zum Beispiel auf dem Feld der Blockchain-Technologie eine wichtige Rolle. Hier gibt es unzählige Experten und Start-ups, die sich damit beschäftigen. Zum ersten Mal seit Langem ist ein Thema in Deutschland angekommen, das sich tief mit Zukunftstechnologie auseinandersetzt. Das Silicon Valley hinkt in diesem Fall ausnahmsweise einmal hinterher.

Vor ein paar Jahren ahnten einige Experten, dass jeder Bereich unserer Gesellschaft irgendwann in der digitalen Sphäre abgebildet sein würde. Durch die drei oben genannten Techniken geht diese Entwicklung nun noch viel weiter, als man es damals geahnt hatte. Durch neue Sensoren, die immer kleiner werden, und schnellere Netze kann in Zukunft jedes Objekt ein Teil des Internets sein – vom Schiffscontainer bis zum kleinsten Maschinenteil.

Im Weinbau wird zum Beispiel auf einigen Gütern jede Rebe einzeln von Sensoren überwacht. Wenn sie zu wenig oder zu viel Wasser bekommt, schlägt eine App Alarm. Der Winzer kann reagieren, seinen wertvollen Besitz perfekt betreuen und den Profit steigern. Man stelle sich vor, was das für die Ernte von Grundnahrungsmitteln bedeuten kann. Eine verhinderte Missernte in Entwicklungsländern könnte sehr viele Leben retten.

Besonders teure Weinflaschen aus dem Burgund werden übrigens bereits jetzt mit winziger Nahfeld-Funktechnik ausgestattet. Das hat sich Gründer und Winzersohn Louis de Surrel einfallen lassen. So kann der Kunde sicher sein, dass er das viele Geld nicht für eine billige Kopie ausgegeben hat. Alle Produkte, die wir kaufen, werden in Zukunft eindeutig identifizierbar sein. Wo kommen sie her, wer hat sie hergestellt, und entsprechen sie wirklich unseren Erwartungen als Käufer? Das alles lässt sich dann sofort auf dem Bildschirm unserer Smartphones überprüfen.

Wir können jetzt schon Lieferrouten minutengenau überwachen, Körperfunktionen messen, Verkehrsströme erkennen und lenken, Maschinen kontrollieren, Produktionsprozesse optimieren – die Liste der Möglichkeiten, die uns das Internet der Dinge bietet, ist unendlich. Wir stehen erst am Anfang der Erforschung dieser Möglichkeiten. Am Ende werden wir die Dinge unserer Umgebung per Smartphone dirigieren können wie ein Marionettenspieler seine Puppen.

Die Verknüpfung von Internet und Dingen ist gerade für Deutschland eine große Chance. Denn im Herstellen von Sachen sind wir immer noch Weltmeister. Oder gibt es irgendwo auf der Welt bessere Fenster? Das gibt man auch in den USA gern zu, wenn man Gästen aus Deutschland schmeicheln will. Viele unserer erfolgreichen Mittelstandsfirmen, die diese Dinge herstellen, arbeiten gerade mit dem digitalen Know-how von Start-ups daran, ihre Prozesse und Produkte zukunftsfest zu machen.

Anwendungen mit künstlicher Intelligenz werden uns helfen, die unvorstellbaren Datenmassen, die durch das Internet der Dinge entstehen, intelligent und rasant zu verarbeiten. Mustererkennung, selbst lernende Systeme und Algorithmen sind in der Lage, schneller und besser als ein Mensch zu reagieren und zu entscheiden. Zum Beispiel Krankheiten zu erkennen, Schädlingsbefall von Nutzpflanzen vorherzusagen oder eine Maschine zu identifizieren, die schon bald nicht mehr funktionieren wird, oder ein selbstfahrendes Auto zu steuern.

Der Weltkonzern SAP hat in Berlin drei aufwändige Forschungszentren eingerichtet, in denen Start-ups an solchen Projekten arbeiten. Künstliche Intelligenz und das Internet der Dinge sollen die Software von SAP zukunftsfähig machen, um den Status als Weltmarktführer zu verteidigen.

Am Hackeschen Markt in Berlin-Mitte arbeitet ein Start-up an einer Software, die jeden Container verfolgen kann, der auf den Weltmeeren unterwegs ist. Mithilfe dieser Daten und künstlicher Intelligenz wird in Echtzeit berechnet, wann welcher Container nach Tausenden Kilometern an sein Ziel kommen wird. Verzögerungszeiten durch Zoll, Streiks oder schlechtes Wetter werden in Echtzeit erkannt und in die Ergebnisse eingerechnet. Das System lernt selbstständig und wird allmählich immer besser in seinen Vorhersagen. So lassen sich Lieferschwierigkeiten im Vorfeld erkennen und vermeiden. Das Geschäft mit der globalen Logistik wird gerade neu erfunden.

Die Blockchain-Technologie lässt sich nicht ganz so einfach verstehen, doch ihre Auswirkungen sind gewaltig. Sie wird uns in die Lage versetzen, Werte im Internet zu übertragen – ohne einen Mittelsmann wie eine Bank oder einen Notar. Einfach erklärt: Alle Vorgänge, die auf der Blockchain stattfinden, werden auf allen beteiligten Computern wie in einem dezentralen Kassenbuch gespeichert. Deshalb lassen sich diese Vorgänge so schwer manipulieren.

Es wird in ein paar Jahren ein Internet entstehen, über das wir ohne Notar unser Haus verkaufen können. Verträge aller Art können digitalisiert und automatisiert werden. Frachtpapiere können abgeschafft werden. Jeder Container, jede Ware ist identifizierbar und selbst Träger der nötigen Informationen.

Auf der Blockchain-Technologie basieren auch die digitalen Währungen, von denen gerade sehr viel zu lesen ist. Bitcoin und Ether sind die bekanntesten Namen. Fast täglich kommen neue Währungen dazu. Theoretisch kann jeder eine eigene digitale Währung herausgeben. Dieser Vorgang nennt sich ICO – Initial Coin Offering. Er lässt sich durchaus mit einem digitalen Börsengang vergleichen. Wer an das Geschäftsmodell oder die Gründer glaubt, die einen ICO wagen, kauft ihnen ihre „Coins“ oder „Tokens“ ab.

Welchen Wert sie irgendwann mal haben oder ob sie überhaupt einen Wert haben werden, kann niemand sagen. Trotzdem werden jetzt schon Milliarden in Coins und Tokens investiert. Der Markt ist noch nicht geregelt, Verbraucherschutz existiert nicht. Die etablierten Geldinstitute und die Börse wissen noch nicht genau, wie sie mit dieser Herausforderung umgehen sollen. Bei der Deutschen Bank kümmern sich Experten um das Thema und erwarten, dass sich ihr Geschäft durch Kryptowährungen in den kommenden Jahren dramatisch verändern wird.

Gierige Anleger, die in die sogenannten Kryptowährungen investieren, müssen jederzeit mit Totalverlust rechnen. Doch es zeichnet sich ab, dass auch unser Finanzsystem in ein neues Zeitalter eintritt. Egal, ob der Bitcoin-Kurs gerade steigt oder ins Bodenlose fällt. Die Idee hinter einer dezentralen, digitalen Währung ist zu mächtig, um einfach wieder zu verschwinden. Für die Reform unserer Grundbuch- oder Meldeämter scheint Blockchain-Technologie ebenfalls wie gemacht zu sein.

Derzeit liegen Informationen darüber, wem welches Grundstück gehört, wie vor 100 Jahren auf dem Amt. In Papierform. Das hat bis heute sehr gut funktioniert. In Deutschland viel besser als in den meisten anderen Ländern. Aber jetzt scheint es bald möglich zu sein, Informationen dieser Art sicher im Netz aufzubewahren und die Umschreibung von Immobilien per Computer rechtssicher vorzunehmen. Das ist ein Hoffnungsschimmer für Menschen, die in Ländern leben, in denen es kein Grundbuch oder Geburtenregister gibt.

Es sind noch längst nicht alle Probleme gelöst. Für Flugtaxis müsste zum Beispiel unser Luftraum rechtlich neu organisiert werden. Keine Kleinigkeit. Blockchain und Bitcoin verbrauchen derzeit noch viel zu viel Energie. Auf der anderen Seite erleben wir gerade Technologiesprünge wie im Zeitraffer. Das wird helfen, diese Probleme zu lösen.

Wir in Deutschland ziehen uns gern auf das Machbare zurück. Damit haben wir sehr viel Erfolg gehabt in den vergangenen 70 Jahren. Start-ups aus den USA haben uns allerdings im vergangenen Jahrzehnt gezeigt, dass man in der digitalen Welt das Undenkbare denken muss, um auch in Zukunft Erfolg zu haben.




Wir sehen, dass es eine Menge sehr wichtiger Themen gäbe, über die man mit einer Staatsministerin für Digitales reden könnte. Nicht nur über die Verlegung von Glasfaserkabeln, die natürlich auch erledigt werden muss, um unser Land zukunftsfest zu machen. Stellen wir uns vor, ein junger Mark Zuckerberg hätte im Interview mit Marietta Slomka gesagt, er würde gern ein Netzwerk im Internet bauen, dass in der Lage sei, die gesamte Weltbevölkerung zu verbinden.

Stellen wir uns vor, ein jugendlicher Sergej Brin hätte behauptet, dass er es für möglich hielte, dass seine Software in Sekundenbruchteilen das gesamte Internet durchsuchen könne, und der Student Jeff Bezos hätte von seinen Plänen erzählt, dass schon bald Milliarden Menschen jedes denkbare Produkt auf seiner Internet-Plattform einkaufen könnten. Elon Musk schießt Raketen zum Mars, bohrt Löcher unter Großstädten, um den unterirdischen Verkehr der Zukunft zu organisieren, und baut Satelliten, die das Internet aus dem Orbit zu uns bringen sollen. Sind wir in Deutschland wirklich bereit für große Ideen?

Eine eiserne Regel bei den großen Risikokapitalgebern im Silicon Valley ist, sich immer die Gründer mit den größten Plänen, den absurdesten Visionen und dem wahnsinnigsten Plan auszusuchen – und ihnen ernsthaft zuzuhören. Das sagt zum Beispiel Margit Wennmachers, Partnerin beim milliardenschweren Risikokapitalgeber Andreessen Horowitz. Denn oft liege in den abwegigsten Vorstellungen der Schlüssel zu einer wirklich großen Idee, die unser Leben bereichern und verbessern – und mit der man gleichzeitig sehr viel Geld verdienen kann. Wir sollten uns diese Fähigkeit zu eigen machen. Mehr Visionen, weniger Kabel – das wäre ein guter Anfang für die zweite Chance im Internet für Deutschland.

Der Autor ist Chefredakteur des Online-Magazins „Gründerszene“ (click here)


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manchmal  - eigentlich immer - ist es auch gut - die "welt" zu studieren. mir gibt sie als "alt-linken" immer mal wieder neue anstöße - für einen paradigmenwechsel in meiner manchmal schon eingerosteten denke - und früher habe ich "springer"-erzeugnisse gemieden wie der teufel das weihwasser ...

natürlich habe ich auch den kopf geschüttelt über die bärigen "flugtaxis" - aber mit diesem artikel von frank schmiechen hat sich das doch etwas relativiert. für die probleme der zukunft müssen wir uns ganz neue "wunder" einfallen lassen.

mit digitalisierungen können wir sicherlich die diesel-stickoxide und den feinstaub verringern - können wir ernten so überwachen, dass es zu keinen missernten mehr kommt - wir können unterm zeltdach von riesigen geschützten pflanzen- und gewächshallen - (super-gewächshäuser - auch aufgetürmt unter und über der erde wie parkhäuser) wetter dafür simulieren - aus vielen kleinen künstlichen sonnen und gesprühten wasserfeindünsten usw. usw., und die notwendige bestäubung sicherstellen - präzise zur rechten zeit und notwendigkeit - wenigstens peu a peu - auch zum schutz der eigentlichen natur und des grundwassers - um hier mal einer zukunftsskizze mit spinnereien à la "lufttaxis" mitzugehen ...

einen vorgeschmack zu solcher art positiv-"extensiver landwirtschaft" erleben wir ja im kleinen mit den "frischen erdbeeren", die wir über das ganze jahr genießen können. in meiner kindheit gab es hier zum geburtstag meines vaters am 22.06. die ersten erdbeeren - und die letzten gab es anfang bis mitte august - das war's ... - und heute werden die uns per "lufttaxis" [sic!] aus israel und marokko und anderswo ganzjährig eingeflogen ... - alles noch ziemlich aufwändig und unökologisch - aber auch das wird peu a peu verbessert mit immer besserer ökobilanz und immer besseren ergebnissen ...

das heißt nun nicht, dass wir hier und anderswo nun blauäugig weiter glyphosat verwenden können und so unsere insekten- und vogelwelt an die gurgel gehen ...

das ganze ist ein wettlauf der systeme - mit vielen versuch-&-irrtum-varianten ... - da müssen wir wohl durch ...

ich erlebe da für mich immer das beispiel, dass ich ja ab und an im rahmen meiner einladungen - in bezug auf das ns-"euthanasie"-opferschicksal meiner tante erna-kronshage - jüngeren schülern - so im alter von hauptsächlich  14-17 jahren - den tagesablauf auf einem kötter-bauernhof in der senne von 1922-1944 erklären muss: mit plumps-klo, ohne leitungswasser und waschmaschine - mit "großer wäsche" auf dem waschbrett rubbeln am brunnen - ohne claas-mähmaschine, sondern mit sense und dreschflegel - eben so wie man es sich ja bereits in bauernhaus-museen ehrfurchtsvoll betrachten kann - und neulich wurde ich in dem zusammenhang gefragt, was denn ein "grammophon" sei ...

und dann die zeitrelation dazu: das ist kein zustandsbericht aus dem mittelalter - sondern das ist die lebenswelt von opa, uropa und ururoma überall auf der welt - noch vor 100 - 80 - 70 jahren ... - aber dem mittelalter bestimmt noch näher als der digitalisierten welt heute ...

und mein staunen über die protestbriefe meines opas gegen die zwangssterilisierung ernas, die auf schreibmaschine geschtieben waren - mit top-argumenten - wo mein opa doch als schreiner und landwirt garantiert keine schreibmaschine auf dem hof hatte - und er, wie erna und auch meine mutter und meine oma, nur "plattdeutsch": "senner-platt" miteinander sprachen ... - das alles ist erst 70 - 80 jahre her ...

diese hinter uns liegenden technischen "evolutionen" müssen wir uns vor augen halten - wenn wir heute über das smartphone wischen zur nächsten app ... und wenn wir grinsen, wenn frau bär das wort "lufttaxi" noch vor ihrem eigentlichen amtsbeginn in den mund nimmt ... - S!

Zeichnung. Christian Specht - taz