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Das Wesentliche bleibt für die Augen unsichtbar - etwa die genetische Vielfalt der Menschen | Copyright: Jean-Luc Dubin. Musée de l´Homme

Freitag, 2. März 2018

dunja hayali vs. henryk m. broder - wut im bauch - update|nachsatz: DER GROSSE BRODER IS WATCHING YOU ...


Broder & Hayali


ja - ich hab es auch an der "einschaltquote" - den clicks hierzu - gemerkt: da wird eine junge journalistin von einem wohl neidischen ältlich-verbitterten und wenig abwechslungsreichen kollegen ob ihres erfolges und ihrer unbekümmerten vielfalt regelrecht fertiggemacht  - und ich schreibe mir zu diesem fall fast einen wolf - mit recherchen und graphik-bearbeitungen so gute 6 stunden - für nichts - denn was ist: nüscht is - es geht den leuten hier sowas von am arsch vorbei ... - aber vielleicht straft man den broder auch damit am besten - mit einer kollektiven nichtbeachtung - und seine gut 200 "welt"-leser-clacqueure sabbern und schwänzeln ja sowieso wieder hinter ihm her beim nächsten mal: immer-mehr-desselben  - 
und in china fällt gerade ein sack reis um  - und der flügelschlag eines blaugrünen schmetterlings kann einen tsunami an der japanischen ostküste auslösen - aber ist doch egal - okay - S! 

Ich bin jetzt mal völlig inkonsequent - einfach auch - weil diese 6 Stunden Arbeit an meine Hayali-Broder-Version ja meine Lebenszeit sind - und die jetzt nicht einfach in den Orkus getreten werden darf - deshalb stelle ich den Text hiermit doch nochmal zur Verfügung - sozusagen aus dem Papierkorb gerettet - für die sich hierhin Verirrenden
Tja - da hat sich ja nun vor Kurzem erst folgendes zugetragen: Das alte journalistische Dampfross der "Welt", Henryk M. Broder, das dort schon seit Jahren Narrenfreiheit genießt, die sich ja vielleicht noch immer dort bei Springer gut verkaufen lässt - verortet seine junge Kollegin Dunja Hayali in einem Beitrag in dieser meinungsbildenden "Welt" zynisch "in den Mittelpunkt des Universums" und zieht so  - mit nicht der ersten Kollegenschelte - in seiner innerlich tobenden Wut eben diesmal gegen Hayali zu Felde. Er wirft Hayali Omnipräsenz und Naivität, Stil- und Ahnungslosigkeit vor. Und die eingeschworenen Broder-Fans als unermüdlich fleißige Kommentarschreiber-Gemeinde bezeichneten das mehrheitlich feixend mal wieder als "typischen Broder - und vielen Dank auch - endlich ..." - aber ich sehe das schon differenzierter:



Ich habe mich in einem Kommentar dazu auf "welt-online" bereits gefragt, warum ein gestandener naturaggressiver Journalistik-Doyen wie Broder (so sieht er sich gewiss selbst) nun plötzlich auf eine viel jüngere und friedliebende und im Gegensatz zu ihm liebenswürdige brave Dunja Hayali losgeht, die ja seine Tochter sein könnte, in seiner spitzfindig-zynischen, für mich schwer aushaltbaren Art, die ich mal in die Kategorie "Von-hinten-durch-die-Brust-ins-Auge" einordnen will. Seine Fans nennen das durchweg eine geschliffene, humorige, brillante Tonart - für mich kommt dabei das "geschliffen" wohl von "Schleifer" ...

Mit zwar lächelndem gewinnenden Augenzwinkern oben - aber unten brutal - wie mit dem Dolch zustechend ... - was Broder zwar beherrscht wie kein anderer mir bekannter Kommentator und Autor - und was damit sicherlich sein Alleinstellungsmerkmal in der Journaille ausmacht - was aber bürgerlich gesehen den "guten Geschmack" schon oft arg ramponiert oder längst verlassen hat - und für mich auch an der so "seriös" und meinungsbildend daherkommenwollenden "Welt" immer wieder tiefe Schrammen hinterlässt - die "Welt", die ja auch ihr altes "Springer-Pressen"-Image vergangener Zeiten aus Marktstrategie-Gründen endlich auch mal behutsam hinter sich lassen möchte bzw. muss - denn in Wirklichkeit sinken ja "verkaufte Auflage" und "Abos" und die "An-clicks" unaufhaltsam ... - 

Und die vielen positiven Zuschriften zu derartigen Ergüssen von Broder - und der Hype, den seine Gemeinde da um ihn (noch) veranstaltet, in dem ca. zwei Drittel jeweils mit anderen Worten aber immer dasselbe schreiben - wie etwa: "Großartig - Herr Broder - wie Sie das wieder auf den Punkt bringen - hoffentlich bleiben Sie uns noch lange erhalten ..." und fast möchte ich dazu mit gesenktem Haupte "Amen" hinzufügen ... 
Das liest sich in der Fülle ein wenig wie "Sieg heil - mein Führer" - und gegenüber Frau Hayali klingt das wie: "Kreuziget sie - weg mit ihr - endlich..." 
Ich glaube, solche oder ähnliche Texte haben sich diese immerwährenden Clacqueure abgespeichert - und können das dann zu jeder Broder-Kolumne quasi "blind" mit ein zwei Clicks genauso abschicken - egal um was es geht ... - aber das sieht ja ein Blinder mit dem Krückstock: das ist auch nur alles flirrendes Lametta.

Ich kann mir nicht helfen - aber diese ganze Broder-Fangemeinde scheint aus Menschen zu bestehen, die keine eigene Meinung bilden können und immer auf ihren Henryk MPunkt warten, bis der sie mit seiner unnachahmlichen altherrenartig rhetorischen Finesse einlullt und ihnen die Richtung vorgibt. Es gibt Menschen, besonders in Deutschland, die immer Ausschau auf einen "Führer" halten: Henryk MPunkt gib vor - wir folgen dir ... - durch dick und dünn ... 

Dass überhaupt ein Alt-Linker - Broder ist Jahrgang 1946 und hat sich anfangs als ein links-aktiver roter 68er verkauft - 50 Jahre später mit einem solch antiquierten Meinungsbild voller Verbitterungen soviel Hype auslösen kann in einem solch "modern" sich verkaufenden Medienverbund wie ausgerechnet die "Springer-Presse" mit ihrem angestammt konservativen Lese-Publikum - das ist für mich schon ein Phänomen: Wie oft muss sich Henryk M. Broder dafür gewendet und verwandelt haben und neu gewandet worden sein, um sich so mit dem von Natur aus begabten Handwerkszeug immer wieder neu zu erfinden - und zu welchen Gehirnwäschen hat er dafür Hand an sich legen müssen ... ??? Ob er noch selbst weiß - wer er eigentlich wirklich ist ... - im Sinne von "Selbst- oder Fremdbestimmung" ... ???

Im übrigen haben wir ja nun auch mitbekommen, wie in den Sozialen Netzwerken und so auch bei den Kommentaren zu verschiedenen Medien #shitstorms und #hashtags von ganz bestimmten Seiten losgetreten und in Gang gesetzt werden können, die dann dem Publikum vorgaukeln sollen, es würde einen übermäßigen Großteil der Öffentlichkeit - hier der Leserschaft - interessieren und begeistern - in Wirklichkeit ist es aber nur gezielt von einer kleinen überschaubaren Minderheit manipuliert und inszeniert worden.

Aber diese dem Henryk M. Broder eingefleischte Schreibe nun nudelt er zu allen möglichen Themen immer wieder gebetsmühlenartig ab - und bemüht sich so jeweils um Deutungshoheit für die blind ihm ergebenen Mitglieder seiner Fangemeinde, die ihm dabei wie die Lemminge folgen - bzw. wie die Ratten dem Rattenfänger von Hameln hinterdrein - nach dem einfachen Drang auf "Immer-mehr-Desselben". Denn dann muss man selbst seinen Hirnschmalz auch gar nicht mehr einsetzen: Henryk MPunkt  gibt ja den zynisch-kritischen Ton an - und besorgt es einem - und mit den von ihm übernommenen Standpunkten kommt man zur Zeit auch bei jeder Stehparty im Small-Talk gut durch - und Henryk MPunkt gibt dabei immer den altherrencoolen "Harten", was sowieso schon große Teile der Bevölkerung in diesem unserem Lande erfasst hat - und was die Frau Hayali eben so gar nicht hat und haben kann.

Und da bin ich ja auch etwas schwer von kapee, zu entschlüsseln, was diese Kollegenschelte nun eigentlich sollte. Bis ich in den Kommentaren seiner Fangemeinde immer die Abkürzung "ÖR" las - da habe ich gestutzt - denn vom "Österreichen Rundfunk" war in dem ganzen Beitrag Broders doch nicht einmal die Rede - bis ich es dann entschlüsselte: Es ging - auch höchstwahrscheinlich dem Broder und seinem Brötchengeber, der "Welt" - um den Kampf mit den "Öffentlich-Rechtlichen" Sendern von ARD und ZDF (auch ÖRR abgekürzt - für Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk) - um Marktanteile und Einschaltquoten - und alles unter den Rauchzeichen aus der Schweiz, wo ja am 04.03. über die Rundfunkgebühren und damit über die Existenz der "ÖR" dort abgestimmt wird.

Und da ist ja der Krieg der werbe- und abofinanzierten Verleger gegen das staatliche gebühren- und werbefinanzierte öffentlich-rechtliche Fernsehen, weil das Fernsehen ja angeblich immer größere Teile genuiner verlegerischer Tätigkeiten besetzt - mit textbasierten (Kurz-)Nachrichten: Hier dreht Springer als Zeitungsverlag jetzt mit dem "Welt"-Nachrichtensender einfach mal den Spieß um - so wie Bertelsmann als Verlag verschiedener Medien das ja auch schon macht bei "n-tv" und der RTL-Group: mit den eigenen Verleger-TV-Sendern auch in die Phalanx des ursprünglichen Gebühren-TV-Geschäfts eindringen. Das ist Wettbewerb - und der belebt das Geschäft und die Meinungsvielfalt - und dagegen ist auch nichts zu sagen,.

Es geht einfach allen darum, vom Kuchen der Werbe-Budgets der Konzerne - des Kapitals - jeweils ein großes Stück abzubekommen. 








Man schlägt den Sack und meint den Esel. 
Nun ist das bestimmt auch kein angemessener Vergleich, wenn man Dunja Hayali in diesem Fall als den "Sack" bezeichnet - und das Morgenmagazin von ARD und ZDF als den "Esel" - aber der Broder drischt nur äußerlich auf die Hayali ein - aber in Wirklichkeit geht es darum, dem Morgenmagazin ein paar Zuschauer der dort allseits beliebten Dunja Hayali abzuknöpfen - für den unter dem neuen Namen firmierenden "Welt"-Nachrichtensender (vormals N24) - denn gerade zwischen 06.00 und 08.00 Uhr kommen sich werktags in Bezug auf Einschaltquoten - und damit in der Dotierung der Werbeminuten - diese beiden Institutionen nachrichtenmäßig recht nahe und haben vielleicht manchmal sogar Berührung ...: Und doch bleibt: der kleine David (der Nachrichtensender "Welt" - Marktanteil morgens ca. 1-2%) kämpft gegen den Riesen Goliath (Morgenmagazin ARD/ZDF - Marktanteil ca. 8-10%).
Und dabei hätte ich diese Absicht ja erahnen können - mit der Passage in Broders Hayali-Verriss: "Dunja Hayali ... hilft der Mainzer Anstalt, 'jüngere' Zuschauer zu gewinnen, das heißt, solche unter 60."

Nachtijall - ick hör dir trapsen: Das ist das innerpsychische Problem des älter werdenden Broders, der ja auch als ursprünglich linker Alt-68er sogar ein Jahr älter ist als ich. Und da ist man dann allmählich für die Verbesserung der Einschaltquoten "jüngerer Zuschauer" auch nicht mehr gefragt - da gehen einem dann Aufträge und Knete durch die Lappen - und da packt einen "der heilige Zorn", wenn man "solche jungen Dinger" wie diese Hayali sieht, Jahrgang 1974, die kann längst nicht so mal tiefgründig raunend - mal schwadronierend albern und zynisch treffsicher die anstehenden Texte und "Wahrheiten" entwickeln wie der Große Broder himself - und ist trotzdem vielbeschäftigt und bereits da und dort ausgezeichnet worden und eben augenblicklich die "Dunja-Dampf-in-allen-Gassen" ... - Da kommt dann selbst so ein alt-eloquenter Henryk M. Broder nicht mehr mit, der aber in seiner journalistischen Biografie selbst ja auch schon manch Wendungen durchleben musste ...

Denn als altem "Ulcus-Molle"-Info-Leser, dem Magazin für linke "Alternativ-Literatur" seinerzeit (Ende 60er bis Anfang 90er Jahre) vom legendären Bibi Wintjes aus Bottrop herausgegeben, und auch aus den Katalogen der (alternativen) "Mainzer Minipressen-Messe" mit den Hinweisen auf linke Kleinstverlage kannte ich den Namen von Henryk M. Broder durchaus schon - mit einer Schreibe, die diametral zu seiner heutigen stand... aber Broder wird es da mit dem alten Adenauer halten: "Watt intressiat misch ming Jeschwätz von Jestern! Et kann mich doch nimmes dodran hingere, jede Dach klöger ze wäde." Früher nannte man das schlicht: "Gesinnungsverräter!" - heute wird man für solch geschickte Durchmogelei um des Geldes und des Ansehens oder Stolzes willen von gewissen Kreisen gefeiert!

Da gibt es ja schon eine ganze Reihe ähnlicher Metamorphosen vom linken Paulus hin zum rechten Saulus [sic!]: ganz extrem der Rechtsanwalt Horst Mahler und dann der AfD-Chefideologe Wolfgang Gedeon und dann auch den Alt-SDSler Bernd Rabehl, gemäßigter aber auch mit Wende den Historiker Götz Aly und dann auch in gewisser Weise Rüdiger Safranski, Peter Sloterdijk oder der Schauspieler Christian Berkel und einige andere mehr - alle im sogenannten Rolltreppen-System: (erst) links gehen - (dann) rechts stehen ...

Denn anfangs gab Broder ja die so wichtige antiautoritäre und radikal-liberale Zeitschrift "po-po-po" (Pop-Politik-Pornographie) mit heraus, die allerdings nach wenigen Ausgaben eingestellt wurde, 1970 gefolgt von einem weiteren kurzlebigen Journal im Zeitungsformat, "bubu / eiapopeyea" ...  

Gleichzeitig begann Broder, in Hamburg als Autor bei den "St. Pauli-Nachrichten" zu arbeiten. Das von dem Fotografen Günter Zint 1968 begründete, wöchentlich erscheinende Erotikblatt erzielte bereits 1970 mit einer Kombination aus Kontaktanzeigen, Erotik und linker politischer Agitation Auflagen von um die 800.000 Stück pro Ausgabe. Dabei lernte Broder unter anderem die Journalisten Günter Wallraff und Stefan Aust kennen. (Wikipedia)

Der endgültige Bruch mit den Linken begann nach und nach aber unversöhnlich dadurch, dass Broder ihnen schließlich "Antisemitismus" vorwarf - im Nachhinein, nach dem Teile der linken Bewegung die Rolle der Israelis bei der Flugzeugentführung von Entebbe 1976 massiv kritisiert hatten.

In diesem anschwellenden Streit innerhalb der Linken um "antisemitische Positionen" verließ Broder dann Deutschland und zog für 10 Jahre um nach Israel, um u.a. für die "Jerusalem Post" zu arbeiten. Zurückgekehrt 1993 arbeitete er nun auch in Deutschland für renommierte Blätter und Verlage wie "Die Woche", der "SPIEGEL", die "ZEIT" und andere ...

Broder betreibt heute nach seiner Läuterung zu einem - ich will mal gemäßigt sagen: "rechtsliberalen" Journalisten - zusammen mit anderen das nach eigenen Angaben liberale und prowestliche, aber auch als antiislamisch und rechtslastig wahrgenommene publizistische Netzwerk "Die Achse des Guten", wo er das Tagesgeschehen kommentiert - und die meisten zunächst wohlwollenden Mitherausgeber inzwischen vergrault hat.

Ob eine antiislamische Nuance Broders nun auch mit ein Auslöser für seine Polemik gegen Frau Hayali ist, als deutsche Tochter christlich-irakischer Eltern aus Mossul, das sei mal dahingestellt ... Frau Hayali wenigstens  war in ihrer Jugend auch Messdienerin, ist aber inzwischen aus der katholischen Kirche ausgetreten - dem Islam gehörte sie, in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen, jedoch nie an.

Überhaupt - Henryk M. Broder hat eigentlich immer stark und oft unerträglich polemisiert: Gegenüber den USA- und Israel-Kritikern, insbesondere auch aus der traditionellen Friedensbewegung. Broder scheute auch vor heftigsten Schmähungen nicht zurück. 
  • So bezeichnete er Noam Chomsky als „absoluten Psycho“, 
  • Alfred Grosser als „Ekel-Alfred“ und „postsenile Plaudertasche“ [sic!] 
  • und unterstellte Horst-Eberhard Richter eine „Psychoanalyse auf Al-Kaida-Niveau“. 
  • Den bekannten Theologen Jörg Zink, Jahrgang 1922 - geboren auf einem christlichen Bruderhof bei Schlüchtern, der noch keine vier Jahre alt war, als er schon beide Eltern verloren hatte - bezeichnete Broder unter anderem als „alten Nazi im Theologen-Kostüm“, wo Zink zu Beginn der Naziherrschaft 1933 mal gerade 10/11 Jahre alt war - und zum Ende der Nazi-Herrschaft gerade mal 23 - und als Kampfflieger abgeschossen wurde und aus dem Atlantikwasser gerettet werden konnte, um direkt danach Theologie zu studieren.
  • Bei der Verleihung des Ehrenpreises der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) in Aachen 2011 polemisierte Broder - obwohl ehemals selbst ein Linker - gegen das „alternative friedensbewegte rote Pack“ (!) 
  • und bezeichnete u. a. den israelischen Friedensaktivisten Reuven Moskovitz als „nützlichen Idioten der Linken“.
  • Auf die Spekulation zweier Redakteurinnen im "Tagesspiegel", dass unter den Opfern der sexuellen Übergriffe in der Silvesternacht 2015/16 „womöglich auch Frauen dabei sind“, die gar nicht Opfer geworden seien, sondern durch Anzeigen lediglich Abschiebungen auslösen wollten, erwiderte Broder, dass es auch Frauen gebe, die „mit dem Schwanz“ dächten, und wünschte den Autorinnen, dass diese von Männern des IS „nach Rakka eingeladen werden, um zu erfahren, was Rape Culture bedeutet“Er löste damit Empörung bei Kollegen und Kolleginnen auch innerhalb des Springer-Verlags aus, in dessen Tageszeitung "Die Welt" Broders Polemik erschienen war. Deren Chefredakteur Stefan Aust erklärte dagegen, „aus dem Zusammenhang gerissen“ wirke die Aussage Broders zwar mindestens geschmacklos, im Gesamtzusammenhang sei sie aber als „Teil eines bitteren Kommentars über die menschenverachtende Verharmlosung“ der Ereignisse in Köln zu verstehen.
  • Broder bezeichnete im September 2012 seinen Journalistenkollegen Jakob Augstein wegen dessen Äußerungen über die Politik der Regierung Israels in verschiedenen Kolumnen auf Spiegel Online u. a. als „lupenreinen Antisemiten“, da er judenfeindliche Ressentiments auf Israel projiziere. Augstein kommentierte diesen Antisemitismus-Vorwurf in einer Spiegel-Online-Kolumne im November 2012 als „inflationären Gebrauch“ und einen der Sache schadenden Missbrauch.Im weiteren Verlauf der Debatte entschuldigte sich Broder für seine „Dramatisierungen“, hielt aber davon abgesehen seine Kritik an Augstein aufrecht. Das "Simon-Wiesenthal-Center" (SWC) setzte Augstein 2012 auf Platz 9 seiner Top Ten Anti-Semitic/Anti-Israel Slurs und zitierte dabei Broders Einschätzungen zu Augstein. In den deutschen Medien wurde Augstein durch die Frankfurter Allgemeine Zeitung gegen den Vorwurf des Antisemitismus in Schutz genommen.
  • Der Frau Maischberger schrieb Broder, lieber würde er mit Claudia Roth in die Sauna gehen, als bei ihr aufzutreten, 
  • und dem Herrn Plasberg gab er eins mit, indem er nach einer Sendung, in der er brav Plasbergs Bitte erfüllt hatte, ein bestimmtes Thema nicht anzusprechen, eben diese Bitte öffentlich machte; 
„das war nicht gut“, sagt er heute, „ich glaube, ich habe mich richtig schlecht benommen“ - meint das ehrlich - aber wird dabei getrieben, sein augenzwinkerndes Mundwinkelgrinsen aufsetzen - er ist da hilflos - er kann nicht anders - so wird er auch schon früher 68/70 aus dem linken Milieu beschrieben.

„Im Grunde“, sagt Alan Posener im "Cicero", ein Freund von ihm, wie er angestellt bei der "Welt", „ist er ja der letzte Antiautoritäre. Er hat diesen 68er-Impuls, obwohl er [inzwischen - der Säzzer] gegen die 68er schreibt, er kann die Herrschenden einfach nicht in Ruhe lassen.

Dabei ist aber im vehementen Anschreiben gegen einen sich verengenden, zur Konformität drängenden Strom von Gedanken und Meinungen seine eigene Meinung immer enger und vorhersehbarer geworden. Posener nennt deshalb die von Broder gesteuerte rechtslastige und islamkritische "Achse des Guten" und seine Schreibe insgesamt laut "Cicero"  ... "so was wie Politpornografie für brave Bürger" ...
Will wohl heißen: Da gönnt sich der "Welt"-lesende insgesamt betuchte teutsche bürgerliche Bürger ja polit-"bildungs"mäßig auch sonst nichts, als sich die irgendwie zwischen hingeklirrtem Schmuddel und einer der vielen "Wahrheiten" daherkommende Broder-Kolumne reinzuziehen, darüber dann abends mit den leidlich gespeicherten Textbröckchen beim Sektempfang von Gudrun zum 65. zu feixen und abzulästern: "recht hat der - ach wie heißt der doch gleich ... - der von der "Welt" - Du weiß schon - gut dass es den noch gibt - und das wird man ja wohl noch sagen dürfen" und der Ehegatte oder die Begleitung hat schon mal vorher rasch hinter vorgehaltener Hand in das meinungsmäßige Rotlicht-Milieu des Broder-Blogs "Achse des Guten" geklickt - was man aber für sich behält..., um dann anonym verschlüsselt auch noch rasch den obligatorischen positiven Leserkommentar abzuschicken - alles heimlich im stillen Kämmerlein - so, wie man früher eigentlich Beten und Beichten sollte - "das musste doch noch mal gesagt werden" ... - 
... aber morgen gehen wir mal wieder zum Türken für 'nen Gyrosteller, Schatz - dass der seinen Raki nie ins Kühlfach legt - das kann ich nicht verstehen ... 

Tja - und nun also die Messer gewetzt gegen Dunja Hayali: Wann fällt diesem tragikomischen Henryk M. Broder jemand in die Speichen und gebietet ihm endlich Einhalt, über andere Menschen seinen persönlichen Verbitterungs-Unflat auszuschütten - der offensichtlich seit Jahrzehnten bei ihm innerpsychisch nicht verarbeitet wurde und immer wieder ungebremst nach außen drängt. Andere schickt man deswegen zum Facharzt. 

Aber ich weiß ja - der Broder meint gar nicht die Hayali - der ist verbittert und depressiv in diesen Altersunzufriedenheits-Rausch geraten - der dann nach +/- 20 Jahren der Midlife-Crisis folgt: der ist so voller Adrenalin wegen seinem Älterwerden allgemein, der allgemeinen Entwicklung des Zeitgeistes und der Entwicklung in diesem unserem Lande - und dass die Zeit überhaupt vergeht - tempus fugit - dem kaum noch Mit- und An-sich-halten-Können - und dass er immer noch arbeiten muss (als "freier Honorar-Mitarbeiter" - wenigstens lange Jahre - wird seine Alterssicherung nicht allzu üppig aussehen - da hat er wahrscheinlich das gleiche Problem wie die Schauspieler und andere Kulturschaffende ...) innerlich getrieben weil er sonst auch verloren wäre - nicht unbedingt wirtschaftlich aber psychisch - wo andere doch längst die Beine hochlegen - und dass der ihm verbliebene Zeitungsverlag sich nun großteils hin zu einem Fernsehsender entwickelt, wo er doch optisch nicht mehr so up-to-date rüberkommen wird wie mit seiner Schreibe - und ihm dann solche Dunja Hayalis zeigen, wo es lang zu gehen hat - und nur noch seine von ihm selbst zu Grunde gerichtete "Achse" bleibt ihm, die ihn aber auch nicht ernähren kann - der ist so wütend, dass die Zeit nicht wegen ihm mal ein bisschen stehenbleibt - und deshalb wird die/der Nächstbeste, der um die Ecke kommt ... Es hätte uns alle treffen können ... - S! 



DER GROßE BRODER IS WATCHING YOU

  • UND NUN EIN NICHT GANZ ERNSTZUNEHMENDER ABER AKTUELL-NOTWENDIGER NACHSATZ: 



Und es geht weiter - immer weiter ... Es scheint so wie ich es vermutete:
MAN SCHLUG DEN SACK - ABER MEINTE DEN ESEL

Am Mittwoch erschien ja der Verriss Dunja Hayali's durch Henryk MPunkt in der "Welt" - und schon 2 Tage später erscheint ein kritischer Artikel über die viel zu große Größe der "ÖR" der öffentlich-rechtlichen von ARD/ZDF etc.pp. - und das alles im Vorfeld der Abstimmung über Rundfunk-"Zwangsgebühren" im Nachbarland Schweiz.
CLICK HERE

Also nicht nur Trump hat den Handelskrieg eingeläutet durch seine Strafzölle auf Stahl und Alu - sondern angestachelt durch die Abstimmung in der Schweiz haben anscheinend auch die Verlage in Deutschland - zumindest aber augenscheinlich der Springer-Verlag - den Medienkrieg gegen die "ÖR", die "Öffentlich-Rechtlichen" (Sendeanstalten) unwiderruflich eröffnet.

Henryk MPunkt war dabei quasi also nur der Mann für's Grobe - sozusagen der Eröffnungszug - (also das Pendent zum "Sender Gleiwitz" am Beginn des 2. Weltkrieges am 1.9.1939) - gegen die arme Dunja Hayali vom Morgenmagazin im ZDF: die knallharte altherrenmarkige Speerspitze gegen eine liebevolle und taffe Frau, die wahrscheinlich gar nicht bemerkt hat, wie man sie als Bauernopfer im großen Kampf benutzen will - und über das Schachbrett schiebt.


Frei nach dem Motto: "Seit dem 01.03.2018 wird jetzt (zurück)geschossen ...": Ja - das war bestimmt ein Fest für die Männer bei Springer: "Das wollen wir doch mal sehen, ob wir nicht mehr vom Werbegeld-Kuchen mit unseren Medien-Ensemble abbekommen ... - das wollen wir doch mal sehen ...


Und wieder mal in all den Jahren hieß es : Henryk-M.ann - geh Du voran...! - und dann macht der das - blind - wie ein Zombi ... DER GROSSE BRODER IS WATCHING YOU ...


Nun hat die "Welt" schon über ein halbes Jahr gegen Angela Merkel angeschrieben - und auch da war Henryk MPunkt mittenmang auf verschiedenen Kanälen in verschiedensten Intensitäten aber auch in der "Welt" (z.B. hier) in Stellung ...


Ich frage mich - ist das die heimliche "Machtergreifung" ... ??? Ich meine - die Medienlandschaft in Deutschland ist ja sowieso schon mindestens die 4. "Gewalt" im Staat ... Und wenn in anderen Staaten "geputscht" wird ist es ja meistens das Militär - warum sollte das in diesem unserem Lande bei der maroden Bundeswehr nicht mal "die Presse", die Medien, sein ... - in welcher Konstellation auch immer ...


Auf alle Fälle: es ist etwas im Gange - fast ganz ohne Verschwörungstheorie-Verdacht: 


  • Da hacken seit über einem halben Jahr "Gruppen" verschiedenster Bezeichnungen im Bundes-Datennetz herum, 
  • da warten wir schon genauso lange auf eine neue Regierung, 
  • da wird "Jamaika" plötzlich und unerwartet "über Nacht" abgebrochen - 
  • beim CDU-Parteitag fragt man in der Abstimmung über den Koalitionsvertrag nicht nach den "Stimm-Enthaltungen" - 
  • und jetzt verstreicht wieder viel Zeit, bis denn der letzte SPD-Mitglieds-Stimmzettel ausgezählt ist - 
  • und Fälschungsmöglichkeiten der Mitgliederbefragung hatte man bei Springer mit dem angemeldeten SPD-Hund ja sowieso schon ausgemacht

Merken Sie was ... ??? - hören Sie auch das Knistern im  Gebälk ... ??? 

Trotzdem eine Gute Nacht - in Echtzeit ist es hier 23:49 - am Freitag, dem 02.03.2018 - ein Tag nach dem medialen Kriegsbeginn ... - S!